Reseña del libro "2040: Tag der Deutschen Einheit (en Alemán)"
Berlin im Jahr 2040. Die Patriotische Alternative Deutschlands regiert die Republik. Rechte Schlagertrupps machen Neukolln unsicher. Paul Kanter, Ex-Gangster und Kioskbetreiber, versucht, sich aus allem Arger herauszuhalten. Doch dann wird seine Freundin, die Journalistin Olivia Kusmin, in ihrer Wohnung brutal uberfallen. Der Verdacht fallt auf Kanter. Beim Versuch, seine Unschuld zu beweisen, gerat er in eine monstrose politische Verschworung, die ihn in die dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit zuruckfuhrt. ?Packend geschrieben, viele Twists und so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Unbedingt lesenswert!" (Leser-Rezension) Leseprobe: Paul Kanter steht mit geschlossenen Augen am Tresen seines Kiosks in Neukolln, seine langen Arme auf die Tresenplatte gestutzt. Er sieht den nach Luft schnappenden Mann. Wie jeden Tag. Sieht, wie er zuckt. Hort sich selbst, wie er ihn anschreit. Hast gedacht, du konntest abhauen, ja? Aber nicht mit mir, du kleiner, durrer Scheier. Schuttelt den Kerl, druckt seinen Kopf wieder in das gekachelte Becken, in dem kniehoch das Brackwasser steht. Nur noch ein paar Sekunden, damit der Wichser kapiert, dass er das mit Paul Kanter nicht machen kann. Merkt, wie der Korper des Mannes erschlafen wird. Riecht die Scheie, als der Schliemuskel des Mannes nachgibt. Als ware es gestern gewesen. Erinnert sich an sein Entsetzen, als er merkt, dass der Mann tot ist. Als er aus seiner Raserei aufwacht. Er wollte das nicht. Eigentlich wollte er nie Menschen weh tun. Doch die Dinge hatten sich anders entwickelt. Kanter macht die Augen auf. Fast erstaunt, in seinem Laden zu stehen und nicht in der zugigen Fabrikhalle, in der er vor einundzwanzig Jahren einen unschuldigen Mann getotet hat. Jedenfalls unschuldig genug, um nicht umgebracht zu werden. Vor ihm auf dem Tresen liegt sein altes Tablet, auf dem die Nachrichten laufen. Tagesschau. Der Avatar sieht aus wie der digital optimierte Bastard seiner menschlichen Vorganger, die nach und nach in den wohlverdienten Ruhestand gebeten worden waren. Sein Mund bewegt sich synchron zum gesprochenen Text, die Stimme ist von einer menschlichen nicht zu unterscheiden. Kanter wird sich trotzdem nie an die Avatare gewohnen. Er hat mal gelesen, dass ein Lacheln nicht gespielt werden kann, dass Dutzende Gesichtsmuskeln beteiligt sind.