Reseña del libro "NEUE Geschichten aus dem Wienerwald: Drunt in der Lobau (en Alemán)"
Studentenzeit - weit zurück im letzten Jahrtausend. Freiheit, Freizügigkeit und doch noch immer ein gehöriges Ma an Unerfahrenheit, das sich wohl erst zu besonderen Anlässen als Defizit heraus stellen mag. WaLuLiSo: Wald Luft Liebe Sonne ... und gelegentlich auch Besuche unter an der Donau, eben drunt' in der Lobau - Heustadl und Dechantwiese: auch heute noch ein Paradies für die Anhänger der Freikörperkultur. Das sagenhafte Cordoba-Länderspiel, von dem wir alle ja selbst heute noch zehren, gerade mal zwei Jahre zurück liegend, kein strahlendes AKW in Zwentendorf, das ebenso erst unlängst per Plebiszit abgelehnt worden war ... Studentenzeit - Herrlichkeit, freie Zeiteinteilung, freie Liebe wohl auch, wenn sich die Möglichkeit dazu ergab, und das zumal ja gerade seine Freundin ihm den Laufpass gegeben hatte. Und dann - wie der sanfte erotische Blitz aus heiterem Himmel, sie: Waltraud. WALTRAUD - um vieles älter sogar als seine Mutter und doch mit einer Aura und Attraktivität um-ge-ben, dass sie ihn sofort in den Bann zog. Weitaus mehr wohl nur als das 'drunt in der Lobau - hab ich ein Mäderl geküsst' war es, das die beiden schon beim berühmten ersten Anblick aneinander band. Unbekleidet ohnehin, wie es sich ja für FKK ziemte, war es umso schwerer, die recht eindeutigen Auswirkungen der Sehnsüchte und Gefühle zu verbergen. Das kaum vermeidbare Eincremen, um Sonnenbrand zu vermeiden, ein gemeinsames Spiel - Federball, wohl schon längst stellvertretend für andere Rituale mit ganz anderen als den gefiederten Bällen, die sie beinahe coram publico be-gon-nen hätten. Und dann ... das als erfrischend gedachte Bad in dem Nebenarm der Donau, Dechant-lacke eben und ein intensives Näherkommen, bei dem es keine Hemmungen mehr über Bord zu werfen gab, genauso wenig wie sich auch nur noch eines einziges störenden Kleidungs-stückes zu entledigen ... Und die Fortsetzung ... die Rückreise in eines der seinerzeitigen Luxushotels in Wien ... ein Reigen von Erlebnissen und Wünschen, die in Erfüllung gingen und Erstmaligkeiten in fast jeglicher nur er-denklicher Form. Richard wie er leibt und lebt - in seiner Paraderolle und Erinnerungen, was sich so alles abspielte, nicht nur drunt in der Lobau und im Wienerwald ... Prickelnde Erotik, in welche der Leser/die Leserin hinein gezogen wird. Wer sich vor der 'Einführung' in das Wienerische ein wenig scheuen mag: keine Sorge - die Begriffe sind nicht nur ins 'Österreichische', sondern auch ins Deutsche Deutsch übersetzt! Der gro en Erzählertradition folgend - Felix Salten / Josefine Mutzenbacher 1905, Ödön von Horváth / Geschichten aus dem Wienerwald 1928